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Auswirkungen der geplanten Freihaltetrasse.
Seit der Planung in den 30er Jahre wird in Stahnsdorf von einer S-Bahntrasse gesprochen. Die Deutsche Bundesbahn als Rechtsnachfolger der Reichsbahn hat jetzt definitiv erklärt, dass sie an einer Verwirklichung der Pläne nicht interessiert ist. Dessen ungeachtet hat die Gemeinde Stahnsdorf mit ihren Gemeindevertretern ohne zwingende Gründe den Entwurf einer Freihaltetrasse (B-Plan Nr.7) beschlossen.Der Verlauf dieser Trasse entspricht nicht mehr der ursprünglichen Planung, er führt nunmehr durch gewachsenes Wohngebiet und ist nur mit massiven Eingriffen in Privateigentum und unter Zerstörung von Existenzen realisierbar. So wurde ein 45m breiter Streifen Bauland in Grünland mit Bausperre umgewidmet und Grundstücksinhabern dadurch kurzerhand materieller Schaden zugefügt. Der Grundstückswert sinkt nicht nur, ein so belastetes Grundstück lässt sich nicht mehr oder zumindest nicht mit dem bisherigen Wert verkaufen. Welche Auswirkungen eine Neubewertung der Sicherheiten für ein Gelände durch Banken – was bei Krediten und Hypotheken von Bedeutung ist- hat, ist politischerseits nicht bedacht worden. Auf jeden Fall sinkt der Richtwert für die betroffenen und – dessen sind sich viele noch nicht bewusst- umliegenden Grundstücke.
Hat – um nur ein Beispiel zu nennen- jemand ein Grundstück zur Alterssicherung erworben, um es zu gegebener Zeit zu verkaufen und seinen Lebensabend im Altersheim zu verbringen, so müßte er im Falle der Realisierung des B-Planes Nr.7 feststellen, dass der Verkaufserlös für sein Grünlandgrundstück nicht mehr ausreicht. Damit sind Lebensplanungen kurzerhand zerstört und die Argumentation , es gehe ja nur um die Freihaltung einer Trasse, die höchst wahrscheinlich nie gebaut werde, erweist sich als infame Lüge, weil allein der festgestellte Plan finanzielle Auswirkungen auf den Wert der Grundstücke hat.
Was die Lebensqualität anbelangt, so heißt es festzuhalten, dass eine Vielzahl von Grundstücken eine neue Straßenfront erhielten und die Trasse bereits in der Planung in nicht wenigen Fällen dicht am Haus vorbeiführe mit all den Belastungen von Lärm,Erschütterung, Feinstaub und Zugangsgefährdungen. Letzteres hätte direkte Auswirkungen für die Schule, die einen Zaun im hinteren Bereich erhielte. Was das in der heutigen Situation für eine mögliche Gefährdung bedeutet, kann sich jeder ausmalen. Auch die Zerstörung von ca 14100qm Grünland mit teils wertvoller Bepflanzung und Biotopen (Teiche) ist bei der Planerstellung unberücksichtigt geblieben.
Eine Straße zwischen Fr.-Naumann-Str und Bahnhofstraße würde für Schüler dadurch zu einer zusätzlichen Gefährdung führen, weil eine weitere Straße überquert werden müsste.
Kurzum, bei näherer Betrachtung der Sachlage stellt sich heraus, dass die politisch Verantwortlichen ohne zwingenden Grund und ohne ausreichende Prüfung aller betreffenden Umstände etwas auf den Weg gebracht haben, was die existentiellen Folgen für nicht wenige Stahnsdorfer völlig außer Acht gelassen hat, sie aber beschädigt. Politik soll für die Bürger und nicht gegen sie sein.
Gerade Politiker sollte man an ihren Taten messen. Die Kommunalwahl im September gibt uns Stahnsdorfern dazu die Möglichkeit.
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